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HTML-Schnelleinstieg 1: Grundgerüst |
Auf dieser und den folgenden Seiten will ich Ihnen zeigen, wie Sie mit nur 10 HTML-Befehlen eine komplette Website erstellen können. Dazu kommen noch einige Attribute für einzelne Befehle, die mit verschiedenen Werten variiert werden können. Natürlich können wir damit keinen Höhepunkt in der Websitegestaltung erreichen. Aber wir können relativ schnell sichtbare Erfolge erzielen. Das ist dann eine gute Basis, um Schritt für Schritt weitere Ergänzungen vorzunehmen.
Hier wird nicht auf die Handhabung von Editoren und Browsern, das Abspeichern von Dateien u.ä. eingegangen, sondern diese Kenntnisse werden vorausgesetzt. Falls Sie da noch Nachholbedarf haben, sollten Sie sich zuerst im Themenbereich HTML und Tools umsehen.
Wir öffnen also zunächst einmal einen Texteditor und geben das Grundgerüst jedes HTML-Dokuments ein. Das beginnt mit
<HTML>
Die spitzen Klammern <> dienen (später) dem Browser zur Identifizierung eines Befehls. Alle Bestandteile eines Dokuments, die nicht in spitze Klammern eingefaßt sind, werden als Text dargestellt. Trifft der Browser aber auf eine linke Klammer, sagt er sich "Stop! Das ist kein normaler Text. Das ist eine Anweisung. Es gibt was zu tun!" Er liest dann bis zur rechten Klammer, also bis zum Ende des Befehls. Und wenn der Programmierer keinen Fehler gemacht hat und der Browser feststellt "Klasse! Den Befehl kenn ich!", dann stellt er den so da, wie die Browser-Programmierer ihm das gelehrt haben.
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Damit die HTML-Befehle auch als HTML-Anweisungen ausgeführt werden (und nicht als normaler Text mit spitzen Klammern angezeigt werden), ist aber noch die Abspeicherung der Textdatei mit der Erweiterung "htm" oder auch "html" notwendig. Erst dann fühlt sich auch der Browser dafür zuständig. |
Nach <HTML> merkt also der Browser "Hier fängt ein HTML-Dokument an. Arbeit für mich." Ganz unten am Ende wird er auf die abschließende Anweisung </HTML> treffen. Die muß natürlich von uns eingegeben werden. Der Unterschied zum vorangehenden Befehl ist der zusätzliche Schrägstrich. Für unseren Browser heißt das: "Das HTML-Dokument wird geschlossen. Feierabend!".
Wir haben erst einmal gelernt: Es gibt immer eine Start-Anweisung und (fast) immer eine zugehörige Ende-Anweisung.
Viel zu tun hatte unser Browser bisher noch nicht. Das werden wir jetzt ändern. Jedes HTML-Dokument ist grundsätzlich in einen Kopf und einen Körper aufgeteilt. Für Frames gilt das nicht. Aber auf die gehen wir in unserem Schnelleinstieg sowieso nicht ein.
Da wir hier keinen Handstand beschreiben, ist der Kopf natürlich oben. Es folgt also als nächster Befehl <HEAD>. Im Kopfbereich wird der Titel der Webseite angegeben, eingeleitet mit <TITLE>. Danach ein kleiner Beschreibungstext für die ganze Homepage oder die entsprechende Seite. Dann wieder die Anweisung für unseren Browser </TITLE>. Das war's mit dem Titel und auch schon mit dem Kopfbereich. Gleich danach heißt es nämlich </HEAD>. Der Titel erscheint übrigens nicht als Überschrift im Ausgabefenster des Browsers, sondern ganz oben links im Browser.
Nun kommen wir zum spannenden Teil. Von der Pflicht zur Kür sozusagen. Jetzt beginnt nämlich der Körper, eingeleitet durch den <BODY>-Befehl. Alles Folgende wird im eigentlichen Browserfenster ausgegeben. Zwar könnten wir dem <BODY>-Befehl noch einige Attribute spendieren, z.B. bestimmte Farbwerte für den Hintergrund, den Text und die Links, aber wir wollen schnelle Ergebnisse und verzichten darauf. In diesem Fall übernimmt der Browser einfach seine eigenen Voreinstellungen. Das Ende des Hauptteils wird - wir wissen es schon - mit </BODY> gekennzeichnet.
Das Grundgerüst jedes HTML-Dokuments sähe also folgendermaßen aus:
<HTML> Beginn des HTML-Dokuments
<HEAD> Beginn der Kopf-Information
<TITLE> Beginn der Titelinformation
Hier den Titel eingeben
</TITLE> Ende der Titelzeile
</HEAD> Ende der Kopf-Information
<BODY> Beginn des sichtbaren Seiteninhalts
Hier Text, Grafiken, Verweise und andere HTML-Anweisungen eingeben
</BODY> Ende des sichtbaren Seiteninhalts
</HTML> Ende des HTML-Dokuments
Die Einrückungen können, müssen aber nicht in den Texteditor eingegeben werden. Der Browser übernimmt sie bei der Darstellung der Seite normalerweise nicht.
Es versteht sich eigentlich von selbst, soll aber nicht unerwähnt bleiben, daß die Basisbefehle nicht mehrmals in einem HTML-Dokument verwendet werden dürfen. Die meisten anderen Befehle können dagegen durchaus öfter in einer Datei benutzt werden.