Nur Browser von Netscape kennen den BLINK-Befehl. Dabei wird der Text zwischen
<BLINK> und </BLINK> angezeigt. Der Internet Explorer und Opera kennen den Tag nicht und stellen den Text ganz normal dar. Es ist eh nicht sinnvoll, längere Textstellen blinkend zu markieren. Oder versuchen Sie doch einmal als Netscape-Nutzer, den nächsten Absatz zu lesen:
Eine Zumutung für jeden Leser. Wahrscheinlich wird der Befehl deshalb nicht mehr von neuen Netscape-Versionen interpretiert. Wenigstens funktionierte es bei mir nicht mit Netscape 6.21. Aus mehreren Gründen sollte auf den Einsatz dieses Befehls gänzlich verzichtet werden.
Wenn Sie partout nicht auf diesen Befehl verzichten möchten, probieren Sie es doch mit einzelnen Blink-Zeichen. Dazu einige kleine Beispiele (für Netscape-Nutzer!):
Hier folgt der normale Text...
Was soll das
Das -Zeichen ist Bestandteil jeder E-Mail-Adresse.
Zur Erinnerung: Die IE- und Opera-Nutzer haben nichts davon und sehen ein paar unverständliche Texte.
Nur der Internet Explorer interpretiert den MARQUEE-Befehl. Mit den Browsern von Netscape und Opera ist nur ganz normaler Text zu sehen. Da bewegt sich absolut nichts. Das ist in diesem Fall wirklich bedauerlich, da mit dieser Anweisung diverse Attribute verbunden sind, die ganz nette Effekte ergeben können. Und das geht programmiertechnisch wesentlich einfacher und schneller als z.B. die Erstellung von Grafiken mit ähnlichen Wirkungen, die außerdem ja auch noch eine gewisse Dateigröße mitbringen würden. Eventuell könnte auch durch den Einsatz von JavaScript einiges ermöglicht werden. Aber die Programmierung wäre bestimmt aufwendiger.
Trotz der Beschränkung auf den Internet Explorer soll der Befehl hier ausführlich behandelt werden. Ich habe übrigens alle folgenden Beispiele mit dem IE4 getestet. Die Laufschrift wird normal zwischen <MARQUEE> und </MARQUEE> notiert. Die Voreinstellung ist ein Text, der von rechts nach links über den Bildschirm läuft, an der linken Begrenzung des Browserfensters verschwindet und erst danach rechts wieder auftaucht. Eine Begrenzung ist übrigens auch mit Tabellenrändern möglich:
Normalerweise laufen die Texte wie dazumal der Käfer. Durch das Attribut LOOP=n kann die Anzahl der Durchläufe aber im n-Wert begrenzt werden. Dabei ist es wichtig zu wissen, daß der Lauftext nicht einfach stehenbleibt und weiterhin sichtbar ist, sondern nach der entsprechenden Zahl von Läufen taucht er einfach nicht mehr auf - bis zur nächsten Seitenaktualisierung.
Durch die zusätzliche Angabe von BEHAVIOR=SLIDE verschwindet die Laufschrift sofort nach dem Anstoßen am linken Rand, um gleich danach wieder rechts zu beginnen.
Das Attribut BEHAVIOR=ALTERNATE bewirkt, daß der Text wie beim Tischtennis zwischen den Begrenzern hin- und herrollt und dadurch "laufend" sichtbar bleibt:
Mit DIRECTION=RIGHT wird die normale Laufrichtung umgekehrt:
Nicht nur die horizontale Bewegungsrichtung kann bestimmt werden, sondern auch die vertikale. Dies wird mit dem Attribut DIRECTION=UP erreicht:
Mit DIRECTION=DOWN wird die Laufrichtung umgekehrt und der Text bewegt sich ebenfalls vertikal über eine größere Fläche von oben nach unten:
Durch Hinzufügen des HEIGHT-Attributs (s.u.) kann für die vertikalen Laufrichtungen die Höhe des zur Verfügung stehenden Raumes beeinflußt werden.
Mit BGCOLOR= und der Angabe einer gewünschten Farbe wird für eine Zeile oder eine Fläche die Hintergrundfarbe festgelegt:
Natürlich kann die übliche Anweisung FONT COLOR= benutzt werden, um zusätzlich die Schriftfarbe zu bestimmen. Aber, Vorsicht! Wenn Sie wie im folgenden Beispiel eine weiße Schrift mit schwarzem Hintergrund benutzen, können nur noch IE-Nutzer etwas lesen, da ja der Fensterhintergrund weiterhin weiß eingestellt ist und die MARQUEE-Anweisung nur vom IE verstanden wird:
Auch das Tempo ist mit SCROLLDELAY= in Millisekunden beeinflußbar:
Die Sprungweite SCROLLAMOUNT= wird in Pixel angegeben. Hier in zwei Beispielen, erst mit 5 und dann mit 200 Pixel:
Mit der Angabe von WIDTH= und HEIGHT= in Pixeln oder Prozent kann jeweils Breite und Höhe der vom Lauftext beanspruchten Fläche festgelegt werden.
Durch die Angabe der Weite kann der auch mitten im normalen Text untergebracht werden. Mit HSPACE= kann man außerdem den horizontalen Raum links und rechts vom Lauftext erweitern.
Interessant ist übrigens, daß offensichtlich auch Grafiken als Lauftexte akzeptiert werden:
Zum Abschluß noch eine kleine Spielerei als erste Anregung für ganz tollkühne Konstruktionen. Diese wurde verwirklicht mit einer blinden Tabelle und 6 verschiedenen MARQUEE-Anweisungen (2 davon sind ineinander verschachtelt):
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Zum nochmaligen Aktivieren bzw. Aktualisieren die entsprechende Schaltfläche des Browsers drücken! |