Allgemeines

Dateiformate

Wenn Sie Ihre HTML-Dokumente und anderen Dateien lediglich auf dem heimischen PC verwenden wollen, müssen Sie sich nur an die Regeln halten, die das Betriebssystem verlangt. Es kann aber einige unangenehme Überraschungen geben, wenn diese Dateien ungeprüft der Allgemeinheit im WWW zugänglich gemacht werden. Was vorher noch super lief, verweigert auf einmal den Dienst. Die Fehlersuche kann dann schon mal zu Beißattacken in den Computertisch führen.

So ist unbedingt darauf zu achten, daß bei Dateiverweisen in einem HTML-Dokument exakt die gleiche Schreibweise benutzt wird wie bei der Benennung der Datei. Windows kennt z.B. keinen Unterschied zwischen einer Datei namens „grafik.gif“ und einer Datei, die Sie „GRAFIK.GIF“ oder „Grafik.gif“ benannt haben. Für UNIX-Rechner (und mit denen haben Sie es im WWW hauptsächlich zu tun) sind das aber drei verschiedene Dateien. So kann unter Windows trotz wechselnder Schreibweise alles ganz problemlos laufen und im Netz geht dann eventuell nichts mehr. Wenn Sie bei der Vergabe von Dateinamen ganz sicher gehen wollen, sollten Sie folgende Tipps beachten:

  • Eine einheitliche Schreibweise benutzen, z.B. alle Dateinamen konsequent klein schreiben.
  • Im Namen keine deutschen oder andere Sonderzeichen verwenden, höchstens den Unterstrich.
  • Beschränkung auf 8 Zeichen, den Punkt und die Dateiendung mit 3 Zeichen, obwohl UNIX auch mit langen Dateinamen keine Probleme hat. Aber das DOS.

Wie gesagt, diese Vorsichtsmaßnahmen sollten vor allem dann Berücksichtigung finden, wenn die Absicht besteht, die eigenen Seiten auch ins Netz zu stellen. Aber das wollen Sie doch, oder?

 

HTML-Schreibregeln

  Die Darstellungsform der HTML-Anweisungen ist in diesem Projekt weitgehend vereinheitlicht:

  • Verwendung einer anderen Schriftfarbe
  • Die eigentlichen Befehle und deren Attribute werden normalerweise in Großschrift dargestellt und unterscheiden sich dadurch von den veränderbaren Eingaben
  • Längerer Programmiertext ist teilweise eingerückt

Wenn ich Anführungszeichen im HTML-Code verwende, sollten Sie das auch tun. Ansonsten kann darauf verzichtet werden.

Der Buchstabe „n“ innerhalb von Anweisungen, weist darauf hin, daß an der betreffenden Stelle ein Zahlenwert einzusetzen ist.

Es ist unwichtig, ob Sie die Befehle groß, klein oder auch in gemischter Form eingeben. Wegen der besseren Optik im Texteditor empfiehlt sich lediglich eine einheitliche Schreibweise.

Hyper Text Markup Language (HTML) ist so eine Art universelle Programmiersprache (eigentlich eine Dokumentenbeschreibungssprache), die zusammen mit den anderen Textinhalten in reinem Textformat abgespeichert wird und daher von den verschiedenen Betriebssystemen gelesen werden kann. Um die HTML-Anweisungen richtig zu interpretieren, bedarf es freilich der Hilfe eines Browsers. Sicher wird auch Ihr Browser die Möglichkeit bieten, den Quelltext einer Seite anzusehen. Alles was dort in spitzen Klammern steht, sind die HTML-Anweisungen.

Es ist wohl klar, daß zum reibungslosen Funktionieren eines Programms mit diesen beiden Klammern und natürlich den eigentlichen Befehlen sorgsam umgegangen werden sollte. Aber keine Angst: Wenn Sie sich mal vertippen, stürzt der Browser nicht gleich ab. Was er nicht versteht, führt er eben nicht aus. Das gilt nicht nur für Tippfehler, sondern auch für Befehle, die dem Browser unbekannt sind.

Zum Beweis greife ich mal vor und erfinde einen Befehl, den ich einfach NEU nenne. Ich gebe also im Quelltext folgendes ein:

<NEU>Text zwischen Anfang- und Ende-Tag</NEU>

Und wir sehen als Ergebnis:

Text zwischen Anfang- und Ende-Tag

Erläuterung: Der Browser trifft auf einen Befehl. Das merkt er an den spitzen Klammern. Nun überprüft er intern seinen Befehlswortschatz und findet die Anweisung nicht. Da er also nichts damit anfangen kann, ignoriert er das ganze. Dann folgt Text. Den kann er darstellen. Dann kommt wieder eine unbekannte Anweisung, die ebenfalls nicht interpretiert werden kann und danach geht es ganz normal weiter. Auch eine Ergänzung von <NEU> und nachfolgendem bekannten Befehl würde kein anderes Ergebnis zeigen. Andersrum geht es dann wieder. Der Beweis:

<STRIKE NEU>Text zwischen Anfang- und Ende-Tag</STRIKE>

Und wir sehen als Ergebnis:

Text zwischen Anfang- und Ende-Tag

Erläuterung: Der Browser trifft auf einen bekannten Befehl: <STRIKE> streicht grundsätzlich folgenden Text bis zum Abschlußtag </STRIKE> durch. Mit dem vermeintlichem Attribut NEU, welches dem Befehl zugeordnet ist, kann der Browser wieder nichts anfangen und überliest es daher. Dann folgt der Text, der auch brav bis zum wieder bekannten Abschlußtag durchgestrichen wird. Jetzt können Sie sich wahrscheinlich auch vorstellen, was passiert, wenn Sie den Abschlußbefehl vergessen würden oder aus Versehen falsch schreiben würden. Der komplette Text würde bis zum Ende der Seite durchgestrichen werden.

 

 

Attribute

  Ein HTML-Befehl kann ganz allein für sich stehen. Oft können aber auch weitere Eigenschaften hinzugefügt werden. Das sind die sogenannten Attribute. Mit <P> zum Beispiel wird ein neuer Absatz erzeugt. Dabei ist die Ausrichtung am linken Bildschirmrand schon voreigestellt. Es erübrigt sich also die Angabe des Attributs <P ALIGN=LEFT>. Soll aber eine zentrierte Ausrichtung erzwungen werden, ist die Angabe

<P ALIGN=CENTER> oder auch <P ALIGN=“CENTER“>

erforderlich. Die Attribute stehen rechts neben dem eigentlichen Befehl und sind von diesem durch ein Leerzeichen getrennt. Einzelne Befehle können auch mit mehreren (sinnvollen) Zuweisungen kombiniert werden. Diese sind festgelegt. Dabei ist die Reihenfolge der einzelnen Attribute innerhalb der spitzen Klammern praktisch ohne Bedeutung.

Verzichten Sie auf unnötige Leerzeichen innerhalb der Anweisungen. Erstens vergrößert jedes Leerzeichen die Datei und muß mit übertragen werden. Zweitens kann es zu Fehlinterpretationen des Browsers kommen. Einige Beispiele, wie man es nicht machen sollte. Zur Verdeutlichung sind die überflüssigen Leerzeichen mit einem Unterstrich _ gekennzeichnet:

<_P_> <_P ALIGN=CENTER_> <P ALIGN_=_CENTER> <_P ALIGN_=_CENTER_>

Auch die Attribute können normalerweise in Groß- oder Kleinschrift notiert werden. Die Verwendung von Anführungszeichen ist ebenfalls häufig freigestellt. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, schließen Sie die nähere Bezeichnung des Attributs hinter einem Gleichheitszeichen immer in Anführungszeichen ein. Häufig ist das jedoch nur notwendig, wenn zusätzlich Leerzeichen verwendet werden. Dateinamen müssen immer mit Anführungszeichen gekennzeichnet sein.

Auf die mögliche Verwendung zusätzlicher Attribute wird bei den einzelnen HTML-Befehlen eingegangen. Allerdings können innerhalb dieses Projekts nicht alle behandelt werden. Das ist aber auch letztlich gar nicht so wichtig.