Texteditor Notepad

  • Hinweis: Die folgende Beschreibung bezieht sich auf Windows 98.
  • Funktion: Verarbeitung unformatierter Texte in Dateien mit der Endung „.txt“, „.htm“, „.html“, „.ini“, „.bat“ u.ä.

Aufgerufen wird der Texteditor von Windows durch das Anklicken der Schaltfläche Start-Button in der Taskleiste. Normalerweise ist das Tool dann unter „Programme“ und dort unter „Zubehör“ zu finden. Der Dateiname lautet „NOTEPAD.EXE“.

Zugegeben: Notepad ist kein komfortables Textverarbeitungsprogramm. Also kein Vergleich mit Wordpad oder gar Word. Die Schriftart ist immer für das ganze Dokument wirksam. Man kann also nicht einzelne Abschnitte markieren und diese in unterschiedlichen Schriftarten anzeigen lassen. Auch Schriftgröße, Formatierungen wie fett, kursiv und Farben lassen sich nicht einstellen.

Ein Dialogfenster öffnen Sie, indem Sie in der Menüleiste auf „Bearbeiten“ und danach auf „Schriftart…“ klicken. Bei Ihnen können durchaus andere Schriftarten angezeigt werden. Meine bevorzugte Einstellung ist dem Screenshot zu entnehmen. Trotz des geringen Funktionsumfangs hat der Editor aber auch einige Vorzüge aufzuweisen:

  • Schnell aufrufbar
  • Schnell erlernbar
  • Eingabe von reinem Quellcode zur Programmierung
  • Einkopierte Texte mit Formatierungen werden egalisiert

Nach dem Aufruf des Programms können Sie Ihren Text eingeben. Durch Drücken der Return-Taste setzen Sie einen Zeilenumbruch, schreiben also in der nächsten Zeile weiter.

Falls der Text bei der Eingabe in Notepad immer weiter nach rechts driftet und Sie nur noch mit Hilfe des waagerechten Scrollbalkens am unteren Bildschirmrand den kompletten Text einsehen können, dann ist der automatische Zeilenumbruch ausgeschaltet. Dieses sollten Sie ändern: Klappen Sie oben in der Menüzeile den Punkt „Bearbeiten“ durch einen Mausklick auf und setzen Sie durch einen weiteren Mausklick ein Häkchen vor „Zeilenumbruch“.

Zur „Luxusausstattung“ dieses Editors gehören einige Funktionen, die mit der Tastatur aufrufbar sind.

Hinweise:

  • Die Taste Strg ist auf englischen Tastaturen mit Ctrl beschriftet.
  • Es wird zuerst Strg bzw. Ctrl gedrückt, danach zusätzlich die angegebene Taste.
Aktion Funktion
Tasten Strg + Z Macht die letzte Aktion rückgängig
Tasten Strg + A Markiert normalerweise den kompletten Inhalt des Dokuments Funktioniert hier nicht (Bearbeiten-Menü)
Tasten Strg + C Kopiert markierten Text in die Zwischenablage
Tasten Strg + X Schneidet markierten Text aus und kopiert ihn in die Zwischenablage
Tasten Strg + V Fügt Text aus der Zwischenablage ein
Taste F3 Aufruf der Suchen-Funktion Weitersuchen durch nochmaliges Drücken von F3
Taste F5 Automatisches Einfügen von Uhrzeit und Datum
Taste Strg + CursorLinks Wortweise nach links durch den Text bewegen
Taste Strg + CursorRechts Wortweise nach rechts durch den Text bewegen
Taste Pos1 Setzt den Cursor an den Anfang der betreffenden Zeile
Taste Ende Setzt den Cursor an das Ende der betreffenden Zeile
Tasten Strg + Pos1 Setzt den Cursor an den Anfang des Dokuments
Taste Strg + Ende Setzt den Cursor an das Ende des Dokuments
Tabulator-Taste Mit jedem Betätigen werden einige Leerzeichen eingefügt (auch innerhalb des Textes!)

Zum Markieren von Textbereichen können verschiedene Tasten- und Mausaktionen verwendet werden. Dazu wird die Umschalttaste (auch Shifttaste genannt) gedrückt und dann können die 4 Pfeiltasten, die 2 Bildlauftasten, die Pos1- oder die Ende-Taste betätigt werden. Sogar die Kombination mit Strg/Pos1 und Strg/Ende ist möglich. Am besten mal ausprobieren.

Mit der Maus geht das alles mindestens genauso einfach. Klicken Sie dazu an den Anfang oder das Ende des zu markierenden Textes und ziehen bei gedrückt gehaltener linker Maustaste über den Text. Das funktioniert auch ohne „Ziehen“: In den Text klicken, die Umschalttaste (Shift) drücken und mit dem Mauszeiger auf eine andere Stelle klicken. Der Bereich zwischen den Cursorpositionen wird markiert.

Markierungen werden übrigens durch einen beliebigen Mausklick wieder aufgehoben.

Zum Abschluß muß das Dokument noch gespeichert werden. Bitte beachten Sie, daß die Dateiendung „txt“ die Voreinstellung ist. Wenn Sie die Datei jedoch z.B. als HTML-Dokument abspeichern möchten, müssen Sie die Dateiendung explizit angeben: z.B. „test.htm“ oder auch „test.html“.

Dadurch wird die Datei im Windows-Explorer auch mit einem anderen Symbol versehen, undzwar mit dem Symbol des mit dieser Dateierweiterung verknüpften Programms. Dies sollte Ihr Browser sein. Wenn Sie jetzt „test.htm“ oder auch „test.html“ öffnen, meldet sich der Browser und zeigt den Dateiinhalt an. Dies ist sogar dann der Fall, wenn Sie überhaupt keine HTML-Befehle (sondern nur Text) eingegeben haben. Eventuell funktioniert das aber nicht mit jedem Browser.

Hinweis Sie sehen im Windows Explorer die Dateiendungen nicht? Dies entspricht zwar der Voreinstellung, ist aber leicht zu ändern. Öffnen Sie dazu im Explorer das Menü „Ansicht“ und klicken darin auf „Ordneroptionen…“. Im Fenster mit den Ordneroptionen wählen Sie die Option „Ansicht“ und entfernen bitte durch einen Mausklick das Häkchen vor „Dateinamenerweiterung bei bekannten Dateitypen ausblenden“. Ein Klick auf „OK“ speichert schließlich die vorgenommene Änderung.

 

Wenn der Browser immer eine HTML-Datei öffnet, wie können dann an solch einer Datei Änderungen vorgenommen werden? Ein Weg führt über Notepad. Wählen Sie dazu im „Datei“-Menü „Öffnen…“ und wechseln in das entsprechende Verzeichnis. Der Dateityp sollte auf „Alle Dateien(*.*) eingestellt sein, damit auch Dateien mit der Endung „htm“ bzw. „html“ aufgelistet werden.

Datei öffnen

Der andere Weg führt über den Browser. Wenn Sie im Browserfenster mit der rechten Maustaste auf das sichtbare HTML-Dokument klicken, klappt ein Kontextmenü mit der Option „Quelltext anzeigen“ auf. Nach einem Klick sollte sich Notepad mit dem entsprechenden Quelltext melden.

Ich habe hier die Vorgehensweise im Internet Explorer beschrieben. Mit Opera funktioniert das ganz ähnlich. Zum Editieren des Quelltextes öffnet sich dort bei mir allerdings Wordpad. Auch keine schlechte Wahl.

Netscape fällt mal wieder aus dem Rahmen. Auch dort kann der Quelltext angezeigt werden. Um ihn auch verändern zu können, müssen Sie im Dateimenü den Punkt „Seite bearbeiten“ aufrufen. Dann meldet sich der sogenannte Composer (sofern installiert), der die aktuelle Seite nochmals öffnet und die Möglichkeit bietet, direkt auf der Oberfläche Veränderungen vorzunehemen. Das gestaltet sich zwar auf den ersten Blick ganz komfortabel. Nachdem Sie die Seite abgespeichert haben, werden Sie aber eventuell eine böse Überraschung erleben. Nicht nur der Quelltext wird verändert (er ist größer als vorher), sondern auch das Ergebnis entspricht vielleicht nicht mehr dem vorherigen Erscheinungsbild.

Wenn Sie das nicht stört, können Sie den Composer weiter benutzen. Alternativ können Sie Netscape-Dateien auch mit einem Textverarbeitungsprogramm öffnen und dort die Änderungen editieren (s.o.).

Für das Ausdrucken ist im Datei-Menü unter „Seite einrichten…“ noch eine ganz nützliche Funktion versteckt. Dort können nämlich Kopf- und Fußzeilen eingerichtet werden. Dazu muß ein Code (s.u.) in das entsprechende Feld eingefügt werden.

Aus irgendeinem Grund funktioniert das alles nur mit den englischen Codes und nicht mit den in der Notepad-Hilfe dokumentierten deutschen Ausdrücken. Ich liste daher beides auf.

Code Hilfe Funktion
&f &n Fügt den Namen der geöffneten Datei ein
&d &d Fügt aktuelles Datum ein
&t &u Fügt aktuelle Uhrzeit ein
&p &s Fügt die fortlaufende Seitenzahl ein
&n && Fügt &-Zeichen ein
&l &l Zeile links ausrichten
?? &z Zeile zentriert ausrichten
&r &r Zeile rechts ausrichten

In der Kopf- und Fußzeile dürfen auch eigener Text, Leerzeichen und Code-Kombinationen eingegeben werden.

Druckseite einrichten mit Notepad Im Beispiel ist für die Kopfzeile die linksseitige Ausrichtung des Dateinamens vorgesehen. In der Fußzeile werden die Seiten und die Zeit ausgegeben.